© Schaumburg

Auf ein Wort

Andacht

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Herrn.
Psalm 121, 1 u. 2

Wir waren mit jungen Leuten in Österreich. Ein unvergessliches Erlebnis war das Besteigen eines Berges. Frühmorgens ging´s los. Ein mühsamer Weg lag vor uns. Einer sagte: „Wenn wir nur schon oben wären.“ Nebel verdeckte uns die Sicht. Mittags brach die Sonne durch. Jetzt sahen wir unseren Weg klarer. Was wir vorher nur ahnten, lag vor uns: der Gipfel! Mit einem Schlag war die Müdigkeit weg. Wir atmeten auf, als wir oben waren.

Wie oft sehen wir nicht klar? Die einen schauen nach vorne. Sie erschrecken vor dem, was kommt. Krankheit und Sorge vor der Zukunft vernebeln alles. Die anderen blicken zurück; halten sich krampfhaft an das Gewesene. Sie. sagen sich schließlich: „Erinnerungen helfen auch nicht.“ 
Wie machen wir es richtig? 
Wir Christen wissen, dass wir aufwärts schauen dürfen zu dem, der in Jesus unser Vater ist. Wir sind mit ihm auf dem Weg. Vielleicht umgibt Sie heute eine Nebelschwade der Mutlosigkeit, Resignation oder der Einsamkeit. Da darf Ihnen die Sonne aufgehen: Ich kann nach oben sehen. Ich kann ihm alles sagen, was mein Herz schwer macht. Ich kann im Glauben ihn sehen. Weil ich nicht weiter weiß und Hilfe brauche, will ich aufschauen. Ich brauche nicht mehr zu fragen: "Woher kommt mir Hilfe? “ 
Die Bibel sagt: „Meine Hilfe kommt vom Herrn.“ Er gibt mir Kraft. Bald werde ich überm Berg sein. 
Ihr Rüdiger Kietzmann

Gebet :
Herr, Ich danke dir für alles, was meinem Leben Farbe schenkt -
die Sonne,
der Gesang der Vögel,
das Lächeln eines Kindes,
die Zärtlichkeit des Partners,
der gute Ton,
der Humor,
die Freude an der Freude.
Ich danke dir für die dunkle Wolken und die Nacht,
für Trübsinn und Langeweile,
Ärger und offene Fragen - die meinem Leben neue Ufer weisen.
Herr, ich danke dir, dass ich danken kann, und dass ich weiß, wem ich mich verdanke.
Herr, du schenkst mir den Glauben, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte mich von deiner Liebe, die du mir in Jesus Christus geschenkt hast, trennen können.
Amen

Auch ein Geduldsfaden braucht Pflege

Ein Jahr ist es her, dass die Pandemie auch in unser Leben eingegriffen hat. Sie hat uns seitdem viel abverlangt, mehr als wir uns damals vorstellen konnten. Damals trug das Frühlingswetter noch zur Durchhaltestimmung bei, aber bei der zweiten „Welle“ wird die Stimmung aggressiver und scheint häufig von der Sonnenschein- oder Regendauer eines Tages abzuhängen. Die Kritik an Regierung, Impfplänen und anderem mag durchaus berechtigt sein, ist zugleich aber auch ein Ventil für die angestaute Anspannung - kein Wunder nach so langer Zeit des Ausnahmezustands und der Unsicherheit. Wie lange er wohl noch anhalten wird?

Umso wichtiger ist es, dass wir uns an das halten, was uns aufbaut und motiviert. Billige Parolen helfen da nicht weiter. Für Viele in unserer Kirche hat vor einem Jahr die Tageslosung des 10.03. eine große Bedeutung entfaltet: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2.Timotheus 1,7). Darin steckt Vieles, was wir auch jetzt brauchen: Furchtlosigkeit, aber zugleich Besonnenheit. Liebe statt Aggression. Kraft statt Kultivieren des Ohnmachtsgefühls.

Hilfreich kann uns in diesem Frühjahr die Jahreslosung 2021 sein: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ (Lukas 6,36): Seid barmherzig mit denen, die unter dieser Situation psychisch, gesundheitlich oder wirtschaftlich leiden. Mit denen, die ungeduldig werden und die Nerven verlieren. Mit denen, die die ganze Gefahr nicht wahrhaben können und sich darum in andere Gedanken versteigen.

Und barmherzig sein auch mit uns selbst: Dass wir unsere eigene Müdigkeit annehmen und uns Zeit lassen, um den Blick nach vorne wieder frei zu bekommen. Es tut gut, sich diesen Satz der Jahreslosung immer wieder vorzunehmen. Gott ist barmherzig – auch mit unserem Kummer und unserer Ungeduld. Und wir sind barmherzig mit den anderen Menschen und mit uns selbst. Auf uns selbst zu achten ist kein Luxus, sondern wichtig. Wir sind es wert, dass wir uns Zeit auch für uns selbst nehmen, damit unser Geduldsfaden in dieser Zeit nicht reißt. 

Ich habe eine unerwartete Erfahrung dieser Selbstfürsorge gemacht, als ich zu Weihnachten ein Fotobuch über das Jahr 2020 erstellte. Da stand auf einmal nicht mehr nur „Corona“ über allem, sondern es gab so viele Erfahrungen und Dinge, für die ich sehr dankbar bin: Aufbauende Gespräche, sonnige Tage, glückliche Begegnungen und Erlebnisse, überstandene Sorgen. So ein „inneres Fotobuch“ möchte ich für dieses Jahr auch anlegen: Das sehen und bewahren, was auch dieses Jahr an Gutem bringt. Manche führen ein „Glückstagebuch“: An jedem Abend fünf Minuten überlegen und notieren, was an diesem Tag gut gewesen ist. Das verändert auf Dauer mein Lebensgefühl und macht mich barmherziger mit mir und allem anderen.
 Schon bald blühen die Krokusse und erste Bienen sind unterwegs. Auch sie sind ein Bild, das uns aufbaut und nach vorne sehen lässt. Wenn die Krokusse blühen, kann der Frost und Schnee noch einmal kommen – aber das Frühjahr ist nicht mehr aufzuhalten!  
 (Tilman Heidrich)

"Alles wird gut" - Beten in Corona-Zeiten

"Alles wird gut": Mit diesen Worten beschwichtigen Eltern ihre Kinder nach einem Albtraum, und mit diesen Worten besänftigen viele Menschen ihre Verunsicherung in dieser Zeit. Wie können wir mit der Verunsicherung umgehen, und welche Bedeutung kann dabei das Beten haben? Auf die Frage nach dem Beten antwortet Jesus auf eine überraschende Weise. Die kann uns auch jetzt den Blick und das Herz öffnen. Lesen Sie selbst die Gedanken in der angefügten Datei.

Arche Noah

Eine altbekannte Geschichte erweist sich in diesen Wochen als hoch aktuell: Die von der Arche am Ende der Sintflut. Sie setzt nach monatelangem Warten auf einem Berg auf - und wann und wie kommt es zum "Exit" aus der schützenden Arche, zurück ins "normale" Leben?
Lassen Sie sich überraschen von dieser Geschichte und ihrer Aussagekraft gerade für die heutige Zeit! 

Schöpfung - Staunen und (ein bisschen) verstehen

Gedanken zum Sonntag "Jubilate", 3. Mai 2020 von unserem Gastdienst leistenden Pastor i.R. Rüdiger Kitzmann!

Der gute Hirte - auch in diesen Zeiten!

"Hirten-Sonntag" nennt man evangelisch diesen heutigen 2.Sonntag nach Ostern. Das Bild von Gott und Jesus als dem Guten Hirten steht dabei im Vordergrund. Das greift die Betrachtung von Birgitt Pusch-Heidrich zu diesem Sonntag auf. 

"Wie neugeboren!" oder: Was Ameisen mit Wiedergeburt zu tun haben

"Wie die neugeborenen Kindlein" heißt der Sonntag nach Ostern traditionell auf Deutsch - "wie neugeboren" ist darum auch der Grundgedanke dieser Gedanken. Und was die nun ausgerechnet mit Ameisen zu tun haben sollen ... ?

Ein Stein blockiert das Leben - Gedanken zu einem besonderen Osterfest

Pastorin Birgitt Pusch-Heidrich geht darauf ein, wie wir in diesem Jahr Ostern feiern: Mit einem Thema, das alles beherrscht und viele belastet.  Die befreiende Botschaft der Auferstehung gibt uns die Zuversicht und Kraft, auch damit umzugehen. Der Stein vor dem Felsengrab Jesu - und der Stein der Angst kommen durch Ostern in Bewegung.

Das Essen ist fertig, aber niemand darf kommen - Gründonnerstag 2020

Am heutigen Gründonnerstag, dem Tag der Einsetzung des Abendmahls, kann ein Gottesdienst und erst recht nicht das Abendmahl gefeiert werden. Wird dieser Mangel unsere Wertschätzung für das Abendmahl und seine Bedeutung verändern?

KontaktGEbot - Die Hilfe kommt auf Augenhöhe

Heute ist Palmsonntag –ach ja, es gibt auch etwas anderes als Corona!Etwas, das uns näher ist, als wir im ersten Augenblick denken...

Gottesdienstgedanken zum Mitnehmen

Zur Gottesdienstzeit läuten die Glocken von Michaelis. Vor der Kirchentür steht ein Tisch mit Gedanken zum Sonntag: Es ist eine Art Kurzpredigt von Pastorin Birgitt Pusch-Heidrich, zum Mitnehmen für alle, die sich nach draußen wagen. An jedem Tag der Woche lädt der Tisch vor der Kirchentür ein, sich ein Blatt mit nach Hause zu nehmen. Im (Amateur-!) Video hören Sie auch das Glockengeläut :- )

Auf Abstand - und doch in der Nähe

Angebot für Andachten von Zuhause
Als Anleitung für das eigene Beten haben Gemeinden unseres Kirchenkreises eine Andachtsvorlage erstellt, die wir hier allen zur Verfügung stellen. Gemeindeglieder über 60 bekommen diese Vorlage außerdem per Post, damit ein fehlender Internetzugang niemanden von dieser Gemeinsamkeit ausschließt.

Liturgie für zu Hause

Wir bieten Ihnen eine "Liturgie für zu Hause" an, die man/frau für sich allein oder aber mit anderen Menschen im Haus und in der Familie feiern kann. Die Vorlage ist eine gute Hilfe für die eigenen Gedanken und das Beten. (Beim Ausdrucken: "Broschüre" vor dem Druckbefehl anklicken, dann wird daraus ein kleines A5-Faltblatt) 
Quelle: .
Der Frühling schafft sich Bahn...