Ev.-luth. Michaelisgemeinde Wolfsburg-Fallersleben

Gespannt auf die bunte(n) Gemeinde(n)

Die Neuen in Fallersleben-Sandkamp und Mörse

Jetzt ist die Zeit der Vakanz in den Gemeinden Fallersleben und Sandkamp sowie Mörse vorbei. Wenn Sie diesen Gemeindebrief lesen, sind wir gerade dabei, in den Gemeinden anzukommen, uns einzurichten und einzuleben. Das geschieht in einer Jahreszeit, die besonders intensiv ist: Ende November und die Advents- und Weihnachtszeit. Damit Sie wissen, wer Ihnen da aus der Nähe oder in der Ferne begegnet, stellen wir uns vor - aber nur in Kürze, denn das Beste sind immer persönliche Begegnungen, in denen wir auch etwas von Ihnen erfahren.

Tilman Heidrich:
Aufgewachsen in Langenhagen bei Hannover, wo ich schon früh Musik und Jugendarbeit kennen- und liebengelernt habe, Theologiestudium in Göttingen, Tübingen und Edinburgh. Vikariat in Fischerhude, erste Gemeinde ab 1988 in Neetze bei Lüneburg, von 1996 bis Oktober in Lilienthal bei Bremen.

Verheiratet bin ich seit über 30 Jahren mit der Frau, mit der ich jahrelang nicht nur das Leben, sondern auch die Pfarrstelle geteilt habe. Unsere Kinder Hauke (28) und Friederike (23) befinden sich am Ende oder mitten in ihrer Ausbildung und leben zur Zeit in der Schweiz und Jena. Bis Ende Oktober habe ich insgesamt 15 Jahre lang im Umfang einer halben Stelle außerdem sehr gern als Schulpastor gearbeitet, die meiste Zeit am Ökumenischen Gymnasium Bremen. Das Unterrichten, der Kontakt zu den Schülern und dem Kollegium haben mir immer sehr viel bedeutet.

Mein Herz schlägt beruflich besonders im Bereich Konfirmanden- und Jugendarbeit, doch suche ich schon länger auch nach Arbeitsformen, mit denen Erwachsene, die in ihren „besten Jahren“ vielbeschäftigt und am wenigsten in der Kirche zu sehen sind, sich angesprochen fühlen. Nicht missen möchte ich das Feiern von Gottesdiensten, in denen Menschen sich aufgehoben fühlen und zugleich ihren Horizont weiten können für Fragen des Lebens, des Glaubens und der Gemeinschaft miteinander. Eine gute und passende Musik und Lieder sind dabei für mich von besonderer Bedeutung.

Die Weite meines Berufes gefällt mir: Menschen begleiten in verschiedenen Lebenssituationen („von der Wiege bis zur Bahre“);  mit Gemeindegliedern und Kirchenvorstand gemeinsam Perspektiven für die Gemeinde entwickeln und am besten im Miteinander durchführen; selbst ein Leben lang unterwegs sein, was den Glauben angeht, und Wege suchen, wie er immer wieder und zeitgemäß zur Sprache gebracht werden kann; Erfahrungen machen, die mich manches Mal auch sehr belasten, in ihrer Vielfalt aber bereichern und meinen eigenen Blick immer wieder weiten.

Ich brauche Musik als Lebenselixier, beginne den Tag gern mit den „Freeses“ oder früher dem „Frühstück bei Stefanie“,  genieße humorvolle und inhaltlich gute Bücher, Filme, Karikaturen und Satire, fotografiere gern (Schnappschüsse von Menschen sind dabei ein Steckenpferd, aber auch Tiere und Landschaft), habe mich schon immer für Biologie interessiert, treibe mich gern in Schottland, aber auch in anderen Gegenden herum. Es kann passieren, dass ich in Fallersleben noch „auf den Hund komme“, um in Bewegung zu bleiben – aber das warte ich erst einmal ab.

Birgitt Pusch-Heidrich

Aufgewachsen bin ich in Eschede/Kr. Celle, wo ich mich in der Jugend- und Kinderarbeit der Kirchengemeinde sehr zu Hause gefühlt habe. Studium in Göttingen, Tübingen, Edinburgh und Hamburg, Vikariat in Lüneburg-Kloster Lüne, danach Stellenteilung mit meinem Mann in Neetze und später in Lilienthal. Die Stellenteilung hat es uns ermöglicht, neben dem Beruf für unsere beiden Kinder da zu sein. Sie in und durch das Leben zu begleiten, war mir immer sehr wichtig. Zugleich habe ich sehr gern in der Gemeinde gearbeitet, lange Zeit mit dem Schwerpunkt auf Angeboten für Kinder, der Zusammenarbeit mit den Eltern in den Eltern-Kind-Gruppen, Familiengottesdiensten, der religionspädagogischen Begleitung unserer Kindertagesstätten. In den letzten Jahren kamen die „Stiftung Klosterkirche“, Frauenkreise und Seniorenfreizeiten hinzu – ein lohnendes Feld mit vielen guten Begegnungen und Gesprächen und für mich etwas Besonderes!

Besuche in der Gemeinde mache ich sehr gern, und viele Begegnungen aus Kasualgesprächen (also anlässlich von Taufen, Trauungen und Beerdigungen) sind mir nachgegangen, so dass ich „nebenbei“ eine mehrjährige Ausbildung zur Ehe- und Lebensberaterin in Evangelischen Beratungsstellen am EZI in Berlin machte, von der ich sehr viel profitiert habe für meine Praxis in der Gemeinde. Vielleicht ergibt sich daraus eines Tages auch noch eine Mitarbeit an einer der Ev. Beratungsstellen der Umgebung. Mit einem Viertel habe ich dann auch in der Klinik Lilienthal als Seelsorgerin gearbeitet, mit vielen intensiven Begegnungen und zugleich auch wichtigen Einblicken in die Welt von Medizin und Pflege.

Mir geht es gut, wenn ich schön gestaltete Dinge sehe: Einen gelungenen Kirchenraum, ein Gemälde, das mich anspricht, ein Gebäude mit einer gelungenen Aussage, eine Kunstinstallation, die die Augen für die Schönheit von Selbstverständlichem öffnet, und vieles mehr. Vielleicht gelingt es mir demnächst, dies selber aktiver umzusetzen. Aus diesem Interesse heraus habe ich vor zehn Jahren an einer Langzeitfortbildung über „Kirche und Kunst“ teilgenommen, die mich sehr bereichert und mir Vieles bewusster gemacht hat. Dabei fand ich mich in meiner Devise „Lieber in Ruhe überlegen als übereilt Tatsachen schaffen“ gerade im Blick auf die Gestaltung von Räumen sehr bestätigt.

Bücher mit einer schönen Sprache lese ich sehr gern, liebe einen schönen Garten und brauche ab und zu auch eine Auszeit, in der ich ganz für mich sein kann, in der Küche, beim Sport oder anderem, um dann auch wieder ganz für andere da zu sein.

Und zum Schluss:

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit im Team mit Pastorin Kalthoff, Herrn Kantor Kruse, Frau Vogelsang, Frau Köllner, mit den Mitgliedern der Kirchenvorstände Fallersleben-Sandkamp und Mörse und darüber hinaus mit den Hauptamtlichen der Nachbargemeinden. Diese Zusammenarbeit hat sehr erfreulich begonnen; daraus sollte sich alles Weitere entwickeln, in gegenseitiger Ergänzung, Korrektur und Ermutigung. Und bei allem ernsthaften Arbeiten sollten uns der Humor und ein gelassener Blick auf unsere Fehler und die anderer nicht fehlen.

Für das Ankommen in Fallersleben-Sandkamp und Mörse werden wir Zeit brauchen. Wir bringen viel Neugier mit, die Orte und Sie, die Menschen, kennenzulernen und uns mit Ihnen auf den Weg zu machen und wünschen uns Gottes Segen für diesen gemeinsamen Weg.

Birgitt Pusch-Heidrich und Tilman Heidrich